
Eine vorhandene Allgemeinerkrankung mit der dazu erforderlichen Medikamentendosis kann gegen eine Implantatbehandlung sprechen.
Die Entscheidung, ob man dennoch zu einer Implantatbehandlung raten kann wird ggf. durch eine Beratung mehrerer Fachärzte geklärt.
Zu den schweren Grunderkrankungen, bei denen der Einsatz von Implantaten kritisch ist zählen z.B. Bluterkrankungen (Leukämie), nicht eingestellte Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), chronische Störungen des Immunsystems, rheumatische Erkrankungen, schwere Leber- und Nierenleiden, Osteoporose (bei Einnahmen von Medikamente die den Knochenstoffwechsel stören wie z.B. Bisphosphonate) schlechter allgemeiner Körperzustand sowie Alkohol- und Drogenabhängigkeit. Auch bei regelmäßiger Einnahme von Cortison, Immunsupressiva und Zytostatika können Implantate oft nicht gesetzt werden. Bei Rauchern muss mit einer höheren Verlustrate gerechnet werden.
Implantate bei Jugendlichen können wegen des stark im Wachstum befindlichen Kiefers bei Mädchen erst ab dem 16. Lebensjahr und bei Jungen ab dem18. Lebensjahr eingegliedert werden.
Liegt kein ausreichendes Knochenlager vor, sind vorherige oder gleichzeitige Knochenaufbaumaßnahmen erforderlich.
Wichtig für einen dauerhaften Erfolg sind eine optimale Mundhygiene und eine regelmäßige Nachsorge. Besonders am Übergang zwischen Implantat und Zahnfleisch muss Plaquefreiheit vorhanden sein. Um negative Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und zu beheben, sind regelmäßige Kontrollen in der Praxis und professionelle Zahnreinigungen erforderlich.
© 2012 Zahnarzt Dr. Cyrus Ansari Dres. C. und F. Ansari, O. Bohling - Bahnhofstr. 36 - 35037 Marburg - Tel.: 06421-65539